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Bürgerstolz
Fr 06.07.12 -
So 15.07.12
06.07.2012
Fr 06.07.12 -
So 15.07.12h
sorry eva
CHRISTIAN HENKEL
PATRICK FARZAR

Vernissage: Freitag, 06. Juli ab 18 Uhr
Ausstellung: 07. – 15. Juli
Öffnungszeiten: Do. – So. 15 – 20 Uhr, sowie nach Verienbarung

Patrick Farzar
Patrick Farzar bevorzugt in seiner Arbeit das Verfahren der Collage und Material-Assemblage. Die Elemente seiner Bildsprache und sein Material bezieht er aus Comics, Werbung, Massenmedien, Flyern und Lifestylemagazinen. Durch Dekontextualisierung, Neuanordnung und vor Allem durch bissige Kommentare gerät die Statik der konstruierten Zeichensysteme ins Wanken, sarkastische Botschaften schieben sich vor das Schöne, Machtvolle, Niedliche, Erfolgreiche. Der Anspruch auf das Entlarven der Täuschungen wird mit einem Hang zu künstlerischer Selbstironie vorgetragen. Eingriffe können sehr minimal sein oder mit lautem Hohn und zerstörerisch vorgehen. Die Belohnung für den Betrachter, der die Herausforderung annimmt, ist ein großer, böser Spaß, der auch noch die schwierigste aller Weisheiten impliziert – nämlich die simple Wahrheit. Eine Moral könnte lauten, dass die Hochglanzbilder gerade weil sie manipulieren wollen so anfällig für Manipulationen sind. Wäre da nicht die Zärtlichkeit für die Schwächen, die aus vielen Bildern spricht, aber vor Allem auch die unverkennbare Freude an der Provokation und die Vorliebe für das Tragikomische in einem unerschöpflichen Repertoire der Zugriffsmöglichkeiten. Farzar nimmt sich was er will, um es in seinem Interesse zu kommentieren. Und sein Bedürfnis nach Aneignung ist noch lange nicht gestillt was sich an der Geschwindigkeit der Arbeitsweise und dem schon jetzt sehr umfangreichen Werk ablesen lässt.

Christian Henkel
Christian Henkel nennt seine Arbeitsform „Amateur Standard“, nicht als Sinnkonglomerat sondern als Methodik und Oberbegriff seines künstlerischen Handelns. „Amateur“ steht für das Gegenteil von Professionalität und Perfektion. Es bedeutet Unzulänglichkeit, aber auch Abstand zu nehmen von dem Streben nach purer Virtuosität. „Amateur“ symbolisiert auf ironische Weise die Leidenschaft, mit der ein „Hobbykünstler“ zu Werke gehen würde. Es geht darum, Poesie und Emotionen einem vollendet, leblos sterilen Perfektionismus überzuordnen. Der „Standard“ sind dabei seine selbst auferlegten Spielregeln, Anweisungen, denen er sich verpflichtet Folge zu leisten und in deren Namen er handelt. Er erklärt sich selbst also zum „Amateur“ und was er produziert ist der „Standard“.

Gallerie Hermann Breker
Schillerstraße 30
37114 Kassel
mail@hermannbreker.de
www.hermannbreker.de

Ihr denkt, Ihr habt schon alles gehört? Keine noch so exotischen Klänge können Euch mehr als ein Gähnen entlocken? Dann halte ich dagegen: mit der vermutlich exklusivsten Musik der Welt. Außer gelegentlich bei Live-Konzerten ist sie höchstens auf den Kultur-Frequenzen der öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Sender zu hören (z.B. HR 2) – und auch dort am ehesten zur prime time nachts um halb drei Uhr.

 

Es geht um „freie improvisierte Musik“. Das klingt unscharf bis nichtssagend – wer schon einmal Musik-Therapie mitgemacht hat, wird sich an kollektives Herumklopfen auf diversen Saiten- und Schlag-Instrumenten erinnern. Nicht völlig falsch, aber trotzdem irreführend: Musiker, die sich freier Improvisation verschreiben, treten auch in Gruppen auf. Allerdings beherrschen sie im Unterschied zu therapiebedürftigen Anfängern ihre Instrumente – meist virtuos.

 

Ohrenkratzer im ARM-Gewölbe-Keller

 

Andernfalls könnten sie gar nicht zusammenspielen. Freie Improvisation hört sich zwar in manchen Momenten wie chaotische Kakophonie an – aber das geht rasch vorüber, und die Musiker finden rasch wieder zu stimmigen Harmonien zusammen. Wie sie das machen, bleibt ihr Geheimnis; häufig können sie es selbst nicht genau erklären. Aber man hört es.

 

Etwa bei den sieben „Kollisionen“-Konzerten, die der Verein „Ohrenkratzer e.V.“ während des documenta-Sommers im ARM veranstaltet. Bzw. darunter: Musiziert wird eine Etage tiefer im Gewölbe-Keller unter dem ARM-Tanzboden. Geschätzt fünf Meter unter der Erdoberfläche ist die Akustik überraschend gut – und das spröde Ruinen-Ambiente passt prima zu den ungewöhnlichen Klang-Gebilden, die dort entstehen.

 

20 Gäste bei 14-tägiger Konzert-Reihe

 

Die Ohrenkratzer-Vorsitzende, Flötistin Ulrike Lentz, sowie ihr Kompagnon Martin Speicher, der Klarinette und Saxofon spielt, haben für die Konzert-Reihe mehr als 20 Gäste eingeladen: Alle zwei Wochen steht samstags ab 20 Uhr ein anderes Ensemble auf der Bühne. Entsprechend wird bei jedem Auftritt auch die dargebotene Musik ganz unterschiedlich ausfallen. Was genau zu hören sein wird, weiß vorher kein Mitspieler – das ist das Spannende daran.

 

Um Euch nicht völlig im dunklen Gewölbe-Keller tappen zu lassen, hier noch ein paar Begriffs-Schubladen: Die Konzerte bewegen sich irgendwo zwischen Post-Free-Jazz, Neuer (E-)Musik (also dem, was akademisch ausgebildete Leute komponieren) und Electronica diverser Spielarten.

 

Love it or leave it!

 

Alles klar? Natürlich nicht: Die Szene der freien Improvisierer samt Publikum ist klitzeklein und das Spektrum möglicher Klänge so riesengroß, dass es dafür einfach keine allgemein anerkannten Bezeichnungen gibt. Man muss sich das einfach anhören, um zu verstehen – und es lieben oder hassen; gleichgültig lässt diese Musik kaum jemanden.

 

Und nun der Service-Teil: zunächst ein Mitschnitt vom ersten Kollisionen-Konzert am 23.6., in zwei handliche mp3-Daten-Päckchen von jeweils unter 16 MB aufgeteilt – Teil 1 (17 min.) und Teil2 (15 min.) (nach dem Anklicken erscheint die grüne ARM-Website, auf der zwei Mal der Begriff “Kollisionen 1…” zu lesen ist. Ihr müsst den unteren, kleiner geschriebenen Kollisionen-Link anklicken – dann startet der Audio-Player). In folgender Besetzung: Ulrike Lentz – Alt-Querflöte; Andreas Düker – Gitarre (und Laptop); Ray Kaczynski – Percussion (mit selbst gebauten Klang-Skulpturen) und Martin Speicher – Bass-Klarinette.

 

Für Eilige: Wollt Ihr die Musiker in Aktion sehen, schaut Euch unten den knapp dreiminütigen Video-Clip an. Und falls Ihr auf den Geschmack gekommen seid: Hier findet Ihr das komplette Konzert-Programm bis Mitte September und hier ausführliche Erläuterungen zu allen Musikern, die dabei auftreten werden. Enjoy!

 

Veröffentlicht am: 27.06.2012

 

Klein, aber fein: Während der gemeine deutsche Biertrinker noch allabendlich auf eine grasgrüne Mattscheibe glotzt, auf der 22 bunte Strichmännchen einer Lederkugel hinterher stolpern, sind stolze Bürger viel sportlicher aktiv. Rund um eine große Platte laufen sie kleinen Kugeln aus Zelluloid hinterher – daraus bestehen Tischtennis-Bälle.

 

Ohne das Nachtleben-Vergnügen zu vernachlässigen: Black Light Ping Pong wird bei Schwarzlicht zur Geisterstunde gespielt – wie etwa am vergangenen Freitagabend. Inklusive pulsierender Beats, stimulierender Drinks und delikater Deko an den Wänden, die maximales Ballgefühl und Reaktionsvermögen hervorkitzeln.

 

Rundlauf wie Reise nach Jerusalem

 

Damit möglichst viele mitmachen können, praktizieren die Schwarzlicht-Spieler im ARM „Rundlauf“. Läuft wie die „Reise nach Jerusalem“ ab: Alle flitzen im Kreis herum, und wer seinen Einsatz verpasst, fliegt raus.

 

Wird auch „Chinesisch“ genannt, was eigentlich gar nicht passt: Die sonst so kollektivistisch gesinnten Schlitzaugen schätzen beim „Ping Pang“, wie Tischtennis dort heißt, den Kampf von Mann gegen Mann oder Frau gegen Frau – mit spektakulären Schmetterbällen.

 

110 Millionen Bälle jährlich für China

 

Dabei hält das Reich der Mitte alle Rekorde: 300 Millionen Spieler sollen dort regelmäßig trainieren – vermutlich mehr als in der restlichen Welt zusammen. Eine einzige Fabrik fertigt dort jährlich 110 Millionen Bälle an; nur für den heimischen Bedarf. Und der „Große Vorsitzende“ Mao Zedong organisierte einst das größte Turnier der Welt; dabei traten 350.000 Teilnehmer gleichzeitig gegeneinander an.

 

So populär wird Black Light Ping Pong im ARM wahrscheinlich nie werden. Dafür hat es zwei unschlagbare Vorteile: Es wird gespielt, wenn Leistungssportler längst schlafen gegangen sind. Und die Spiel-Termine laufen regelmäßig weiter – auch nach der Fußball-EM.

 

Hier seht Ihr packende Szenen im Kampf um den Ball:

 

Veröffentlicht am: 25.06.2012

 

Mit ihrer zweiten Ausstellung unterstützt die Galerie Hermann Breker den Frieden im Nahen Osten. Das gilt nicht für alle Akteure in Kassel. Die Waffenschmiede Kraus-Maffei Wegmann will 270 Panzer des Typs „Leopard 2A7+“ nach Saudi-Arabien liefern, was das „Zentrum für Politische Schönheit“ mit der Internet-Kampagne „25.000 Euro“ zu verhindern trachtet: Solche Panzer eignen sich gut, um Unruhen in Straßenkämpfen niederzuschlagen.

 

Da schmiedet die Galerie doch friedlichere Pläne: Die Einladungs-Karte zieren 19 messing-glänzende Kaffee-Kannen, die bei einem Kamelrennen im Staub auf durstige Kehlen warten. Kurator Malte Urbschat hat den Schnappschuss im Familien-Fotoalbum gefunden: Vater Helmut Urbschat knipste die Szene 1978 in Saudi-Arabien.

 

Ein Künstler pro Kaffee-Kanne

 

Die Kaffee-Kannen geben das Format vor – pro Exemplar hat Malte Urbschat jeweils einen Künstler eingeladen. In alphabetischer Reihenfolge: Olaf Bastigkeit, Michael Conrads, Sebastian Dacey, Sibylla Dumke, Max Frisinger, Hella Gerlach, Volker Hueller, Internationale Surplace, Kanta Kimura, Melody LaVerne Bettencourt, Sally Lewis, Trevor Lloyd, Timo Roter, Yps Roth, Marco P. Schaefer, Dennis Scholl, Roman Schramm, Malte Urbschat und Sebastian Zarius.

 

Manche Künstler steuerten mehrere Werke bei, so dass in der Galerie nun 26 Exponate zu bewundern sind. Stilistisch eine bunte Mischung; die verwendeten Techniken reichen von der klassisch-filigranen Bleistift-Zeichnung von Dennis Scholl bis zur raumgreifenden Skulptur „All we need is heat“ von Max Frisinger – einer neunteiligen Installation aus objets trouvés: verschrotteten Heizungs-Körpern.

 

Druck-Platte mit Einschuss-Löchern

 

Explizit politisch geben sich nur „Internationale Surplace“ mit ihrer Foto-Montage „Obama, you are not our son anymore“: Darauf recken Marie Rotkopf und Daniel Megerle ihre behandschuhten Fäuste wie weiland die Black Panther bei der Olympiade 1968 in Mexiko.

 

Eine subtilen Hinweis auf Gewalt-Einwirkung präsentiert Olaf Bastigkeit mit einer Arbeit aus seiner Serie „B.G.“: In einer geschliffenen Druck-Platte sind Einschuss-Löcher zu erkennen. Mir persönlich gefällt die Textil-Collage „Congo Gold“ von Sally Lewis am besten: eine wandhohe Patchwork-Decke aus farbenfroh glänzenden Stoff-Bahnen. Die ebenfalls eine polit-ökonomische Anspielung enthalten mögen – der Metallerz-Abbau im Kongo ist keine friedliche Angelegenheit. Guckt es Euch selbst an – hier sind Impressionen der Ausstellung zu sehen:

 

Veröffentlicht am: 24.06.2012

 
Bürgerstolz
Fr 22.06.12 -
Sa 23.06.12
22.06.2012
Fr 22.06.12 -
Sa 23.06.12h
Peace Support Operation
HERMANN BREKER GALLERY
SCHILLERSTR. 30

Vernissage: Freitag, 22.Juni 2012, ab 18h
Ausstellung: 23. Juni – 01. Juli 2012

Öffnungszeiten: täglich von 15 – 20 Uhr, sowie nach Vereinbarung

Mit der documenta ändert sich schlagartig das Stadtbild: Anstelle von kreischenden Teenies und in Zeitlupe zuckelnden Rentnern, die sonst die Innenstadt praktisch für sich haben, bevölkern die Bürgersteige plötzlich mehr oder weniger graumelierte Herrschaften zwischen 30 und 50 – in den besten Jahren, wie man so schön sagt.

 

Man erkennt sie an prall gefüllten Papiertüten, in denen sie Kataloge herumschleppen, ihrer oft weltläufig eleganten Erscheinung und irrlichternden Blicken, mit denen sie nach irgendeiner Installation suchen, die in der Handwerkskammer oder dem Hugenotten-Haus ausgestellt wird: „Kän ju täll mi pliiiiees wär ße Ügänottn-`aus is?“, fragen sie flehentlich.

 

Rieseln des Knochen-Mehls

 

Doch der Kultur-Mensch lebt nicht von Kunst allein – er will sich auch mal amüsieren. Das Bürgerstolz-Festival hat vorgesorgt: mit der „Nachschwung Rost“-Party am Freitagabend für alle Tekkno-Aficionados über 30. Hier kommen sie gratis rein, nachdem sie fast ihr ganzes Reisebudget für Tickets an der documenta-Kasse und Bildbände in Buchhandlungen ausgegeben haben.

 

Das DJ-Set rekrutiert sich aus bewährten Veteranen der legendären „Aufschwung Ost“-Nächte im früheren „Stammheim“ und aufstrebenden Nachwuchs-Kräften. Gemeinsam geben sie der Generation Silver Dancer Zunder: Im ARM rasselten zu schweren Beats die morschen Glieder, dass man förmlich das Knochen-Mehl zu Boden rieseln hörte. Bzw. gehört hätte, wäre es nicht so infernalisch laut zugegangen.

 

Mehr Gesamtkunstwerk als karger documenta-Kram

 

In der Galerie kamen Freunde experimentellerer Klänge auf ihre Kosten: Fortgeschrittenes Multitrack-Mixing und ausgefeilte psychedelische Licht-Effekte sorgten für ein alle Sinne ansprechendes Gesamtkunstwerk. Bunter, verständlicher und genussreicher als der karge Kram, der die meisten documenta-Ausstellungsorte füllt.

 

Hier sehr ihr Impressionen der Auftritte von C’est Clerc, Soma Load, Le Chris und Friday:

 

Veröffentlicht am: 16.06.2012

 

Er war da! EEEERRR! Nicht der Heiland persönlich, aber einer seiner Stellvertreter auf Erden: Hollywood-Star Brad Pitt, der männliche Teil von Brangelina, hat unser nordhessisches Jammertal mit einem Blitz-Besuch beehrt. Der Herr interessiert sich für Gegenwarts-Kunst – ist ja nicht verboten.

 

Das erfuhr der Doggymenta-Blogger gestern von einem aufgeregten Wachmann – der sorgte sich, wie er reagieren solle, wenn gleich EEEERRR um die Ecke biegen und Einlass begehren würde. Mein Vorschlag: Höflich grüßen („Nice to see you, Mr. Pitt“) und weiterhelfen („May I show you the way to the entrance?“) ist nie verkehrt.

 

Briefmarken-Foto von Wein-Flasche

 

Da ich mich mehr für Kunst als für Kunst-Figuren interessiere, habe ich es mir und Euch erspart, Paparazzi-like durch die Innenstadt zu düsen, um SEINER ansichtig zu werden. Zumal mir klar war, dass die alte Tante HNA uns heute druckfrisch und länglich darüber informieren würde, wo EEEERRR seinen Fuß hingesetzt, welche Ausstellung angeguckt, danach in welchem Lokal getafelt und dazu welchen Wein getrunken hat.

 

Die HNA enttäuscht mich nicht: Unter dem Titel „Brad Pitt verzückt Kassel“ ist heute ein Seitenfüller erschienen, der uns über alle Details aufklärt, die wir noch nie wissen wollten. Z.B., dass EEEERRR in der Osteria Jordanstraße eine Doppelmagnum-Flasche 1999er-Tignanello bestellt hat – samt Briefmarken-Foto der Flasche, der diese Ehre zuteil wurde.

 

Brad Pitt verzückt HNA-Tante

 

Aus dem Beitrag geht eigentlich nur hervor, dass Autorin Ulrike Pflüger-Scherb (lange lebe die Lizenz, alberne und missklingende Doppelnamen anzunehmen) von IIIIHHHMM völlig „verzückt“ ist. Dieses Glamour-Groupie versteigt sich am Ende ihres nichtssagenden Artikels zur Behauptung: „Brad Pitt ist ein toller Typ. Allein dafür hat sich die documenta schon gelohnt.“ Logisch: Die Stadt investiert 21 Mio. €, damit ein Film-Schauspieler hier eine gute Pulle Wein köpft. Frau Pflüger-Scherb, kümmern sie sich bitte künftig ums Hausarchiv…

 

HNA online setzt noch einen drauf und hat soeben bei Youtube ein Filmchen eingestellt, den offenbar ein „Leser-Reporter“ mit der Handy-Kamera aufgenommen hat – die Bildqualität ist jedenfalls mieser als bei meiner Ritschratsch-Klick-Pocket-Kamera selig.

 

EEEERRR oder mein kleiner Bruder?

 

Darin erklärt eine Off-Sprecherin namens Dorothea Backovic eineinhalb Minuten lang, dass es quasi unmöglich war, an Aufnahmen von Pitt zu kommen – zu sehen sind nur irgendwelche Schatten, die EEEERRR höchstpersönlich oder auch mein kleiner Bruder sein könnten (der trägt nämlich die gleiche Pferdeschwanz-Frisur). Falls Ihr 90 Sekunden Eures Lebens an ein Nichts von Video-Clip verschwenden wollt, bitteschön:

 

Veröffentlicht: 15.06.2012

 

Jetzt wird’s ernst, liebe Blog-Leser! Das rauschende Eröffnungs-Wochenende ist vorbei, wir alle haben unsere Kater nach zuviel Billig-Bier bei diversen Partys ausgeschlafen – und der mausgraue Ausstellungs-Alltag beginnt. Will heißen: Man darf nicht mehr nur über CCB und ihre versponnene Konzeptlosigkeit-als-Konzept-Schau lästern – man muss sich angucken, was sie verbrochen hat.

 

Dafür habt Ihr eigentlich gar keine Zeit: McJobs, Nachtleben und amour-fou-Facebook-Fernbeziehungen mit durchgeknallten Aktions-Künster(inne)n aus Taiwan oder Australien, denen ihr soeben beim Eröffnungs-Wochenende verfallen seid, füllen Eure Tage völlig aus. Macht nix, Euer doggymenta-Blogger weiß Rat. Mit dem kleinen „Mitreden-ohne-Hinzugehen“-Crash-Kurs, der ab sofort in lockerer Folge in diesem Blog veröffentlicht wird.

 

Kurz-Führung für Oma + Opa

 

Mit praktischem Mehrwert: Falls im Laufe des Sommers Oma und Opa aus Dinslaken bei Euch aufkreuzen, damit Ihr sie über die doggymenta führt, seid Ihr wohl präpariert. Konzentriert Euch einfach auf die Meisterwerke, die ich Euch empfehle, und ignoriert den übrigen Schrott – Eure fußlahmen Großeltern werden es Euch danken!

 

Heute fangen wir mit dem Anfang an – bzw. mit dem Herz der Bestie. Das Fridericianum ist seit jeher der zentrale Ausstellungsbau der documenta (stimmt nicht ganz, sie fand 1955 auch in der Orangerie statt, aber das ist egal). Also müssen wir uns durch drei Stockwerke quälen.

 

Brain” mit Trash aus dem Gehirn von CCB

 

Wobei das im EG leicht fällt: Links ist nix zu sehen, weil Ryan Gander nur einen „leichten Luftzug“ ausstellt und Ceal Floyer den mit einem Soul-Refrain beschallt. Rechts gibt es nur eine Vitrine mit drei kleinen Skulpturen des Spaniers Julio Gonzalez aus den 1950ern (von wegen Gegenwartskunst), dahinter ein Video, das vorführt, wie ein Picasso-Bild erstmals in Palästina ausgestellt wurde. Jede Wettervorhersage ist aufregender.

 

In der EG-Rotunde in der Mitte hat CCB das „Brain“ platziert – also eine Zusammenstellung dessen, was ihr besonders wichtig ist. Da findet ihr eine Rumpelkammer mit Trash aus fünf Jahrtausenden: von antiken Ton-Figürchen aus Nord-Afghanistan (damals Baktrien) über Fotos von Lee Miller, die sie 1945 in Hitlers Privat-Wohnung aufnahm (und dort ein Bad nahm).

 

Naive Anti-Nazi-Wandteppiche aus Norwegen

 

Bis zu einer schnarchlangweiligen Landschaft des Afghanen Mohammad Yusuf Asefi: Der übermalte auf diese Weise figurative Gemälde (also Bilder von Personen), damit die Taliban sie nicht zerstörten (als Fanatiker nehmen die nämlich das Bilder-Verbot im Islam blutig ernst). Also spart Euch die Mühe – hier sieht es so unaufgeräumt aus wie im Kopf von CCB.

 

Rauf in den ersten Stock: In der Rotunde findet Ihr peinliche Wandteppiche der Norwegerin Hannah Ryggen, mit denen sie in den 1930/50ern gegen Faschismus und Krieg protestierte – naiver geht es kaum. Falls Eure Großeltern im KZ einsaßen oder Gefallen an holocaust business finden, wäre der linke Saal etwas für sie.

 

Mentale Landkarten aus Australien

 

Hier sind ein paar Dutzend Bilder des „Singspiels Leben? Oder Theater?“ ausgestellt. Die Jüdin Charlotte Salomon malte sie 1941/42 in Paris, bevor sie von den Nazis ermordet wurde. Vergesst die Hinterglas-Malereien an den Fenstern: Die sind von der Ägypterin Anna Boghiguian, die seit Präsident Saddat (1982 ermordet) keine Dusche mehr benutzt und nur noch fünf Zähne im Damenbart-umkränzten Mund hat – eklige Erscheinung!

 

Dahinter folgt ein Saal mit Bildern von Warlimpirringa Tjapaltjarri. Nicht gerade ein leicht auszusprechender Name: Der Mann ist Aborigine, zählt also zu Australiens Ureinwohnern. Ihr werdet denken, er male abstrakt – weit gefehlt: Diese verschlungenen Muster sind etwas Ähnliches wie mentale Landkarten. Seit Jahrtausenden halten die Aborigines auf solchen Bildern ihr Welt-Wissen über ihr Territorium, Geister der Ahnen usw. fest. Eine Art Notiz-Block oder Geschichts-Chronik für eine Kultur, die weder Bücher noch Schrift kennt.

 

US-Verschwörungs-Theorien + Äpfel aus dem KZ Dachau

 

Im mittigen Saal werden Freunde von Verschwörungs-Theorien fündig: Hier sind Kartei-Karten und Schaubilder von Mark Lombardi zu sehen. Der vor kurzem verstorbene Ami, über den gerade eine Doku im Kino angelaufen ist, hat manisch Zeitungen ausgewertet, um zu beweisen, wie alle mit allen konspirieren – und das als Kunst verkauft (sogar die CIA soll sich dafür interessieren).

 

Falls Oma und Opa Hobbygärtner sind, gefallen ihnen sicher die Apfel-Bilder links davon: Korbinian Aigner war ein Pfarrer, den die Nazis im KZ Dachau einsperrten, wo er Apfel-Sorten züchtete und liebevoll mit Buntstiften festhielt. Guten Appetit!

 

Quanten-Physik für Fisher-Technik-Freunde

 

Dahinter, also im rechten Saal, kommen Fisher-Technik-Freunde auf ihre Kosten. Anton Zeilinger ist ein Quantenphysiker, der hier seine Versuchs-Apparate aufgestellt hat – fragt nicht, was die auf einer Kunst-Schau zu suchen haben. Freundliche Assistenten klären Euch gerne über die Geheimnisse der Erforschung subatomarer Teilchen auf.

 

Bitte spart Euch den Rest auf dieser Etage: Er ist so belanglos, dass ich ihn mir schenke. Nun aber fix ins Obergeschoss: Hier warten zwei Spitzenwerke auf Euch! In der Rotunde eine Tapisserie (d.h. ein Wand füllender Teppich) der Polin Goshka Macuga.

 

Königspalast-Tapisserie aus Afghanistan

 

Der zeigt in fotorealistischer Manier afghanische Würdenträger, die sie bei einem Empfang in Kabul ablichtete – darüber die Ruine des Königspalasts aus den 1930er Jahren, der im Bürgerkrieg zerstört wurde. Eine spiegelbildlich analoge Tapisserie stellt Macuga ab Ende Juni in Kabul aus – darauf ist das wieder aufgebaute Fridericianum zu sehen. Es lebe die deutsch-afghanische Freundschaft!

 

Im Saal links folgt das absolute Highlight: Die Mega-Installation „The Repair“ von Kader Attia. Der Franzose algerischer Abstammung hat Schrott aus dem Ersten Weltkrieg gesammelt, den afrikanische Handwerker sinnvoll recycled haben: Patronen-Hülsen verarbeiteten sie zu Bilder-Rahmen, Stahl-Helme zu Musik-Instrumenten usw.

 

Weltkriegs-Opfer aus Afrika als Holz-Büsten

 

Dazu zeigt er Holz-Büsten von Afrikanern, die im Krieg schwer verwundet wurden: völlig deformierte Gesichter, denen Granaten die Wangen oder Lippen wegfetzten. Hart, aber klug: Wer weiß hierzulande schon, dass viele Afrikaner im WWI bei den alliierten Truppen dienten und litten? Das nenne ich mal intelligente und informative Polit-Kunst!

 

Sorry, dass dieser Blog-Eintrag ein so elend langer Riemen geworden ist, aber keine Angst: Das Friedericanum hat CCB am meisten zugemüllt, die übrigen Stationen unseres Rundgangs werden kürzer ausfallen. Und wer bis hierher bei der Lektüre durchgehalten hat, den belohne ich mit einem sechsminütigen Video-Rundgang: Damit Ihr Oma und Opa alles schön erklären könnt, ohne vorher 20 € für die unverschämt teure Tageskarte zu latzen. Have fun!

 

Veröffentlicht am: 14.06.2012

 
Bürgerstolz
Mi 13.06.12 -
So 17.06.12
13.06.2012
Mi 13.06.12 -
So 17.06.12h

Während unseres BÜRGERSTOLZ FESTIVALS gibt es wieder ROOFTOP TV! Wir zeigen wie immer einer wundervolle Auswahl von Independent-Künstlern, dieses Mal kuratiert von MARTIN DEGE. Nun gehen wir in die dritte Runde mit einem erweitertem Programm – es sind wieder neue Filme dazu gekommen. Folgende Filme sind im Wechsel auf den Hauswänden zu sehen:

“PLACE”
Lieve D’hondt, Belgium
http://users.telenet.be/lievedhondt/

“douplefun” (2011)
Marc De Blieck, Belgium
http://www.marcdeblieck.be/

“Conic Study 4″ (2011)
Nooshin Farhid, London
http://www.nooshinfarhid.com

“Who Cares About The Real” (2008)
Pei-Shih Tu, Taipei City
www.tupeishih.tw

“Ich war in Gold” (2008)
Pauline Payen, Berlin
https://vimeo.com/channels/paulinepayen

“AmbienTTransformation?” (2009)
Amelia Winger-Bearskin, Nashville
http://studioamelia.com/

“Conic Study 9″ (2011)
Nooshin Farhid, London
http://www.nooshinfarhid.com

“Urban Landscape Piece #1 (Berlin)” (2012)
Olaf Kramzik, Berlin
www.olafkramzik.wordpress.com/

“GideonsManifesto” (2005 – 2007)
Dread Scott, New York
http://dreadscott.net

“Ueberschwemmung 1978″
Meszmer/Mueller, Pfyn
www.museumpfyn.ch

“Welcome-in-Taipei” (2012)
Matthias Roth, Berlin
film.rolux.de

“Über Revolution als Frage des guten Geschmacks” (2008)
Eric Pries & Martin Dege, Kassel
ericpries.com

“tales from space” (2011)
Chiara Passa, Rome
www.chiarapassa.it

“La Valse” (2011)
Claudia Michaela Kochsmeier, Berlin
www.tagtraumlexikon.de

“Chain/Honey” (2009)
David Fagan, Dublin
www.davidfagan.eu

“.one day” (2000)
Martin Dege, Kassel
www.madege.de

“mirror tent” (2009)
Stefan Daub, Darmstadt
www.stefandaub.de

“Das Haus” ( 2011)
David Buob, Berlin
www.dashaus-animation.de

“move_venice” (2009)
Serafina de los Bismarck, Berlin
https://www.facebook.com/profile.php?id=100001073848005

“move_tree” (2011)
Serafina de los Bismarck, Berlin
https://www.facebook.com/profile.php?id=100001073848005

“Cat love” (2009)
Kisito Assangni, London
www.kisitoassangni.com

“Still Image” (2012)
Sara Amido, Lisabon
www.saraamido.com

Bedürfte es noch eines Beweises, dass die diesjährige documenta in die Pfoten einer Tierheim-Tante gefallen ist (weswegen wir sie in doggymenta umgetauft haben), dann lieferte ihn dieses unschätzbare Film-Dokument: Ein Gast auf der offiziellen doc-Eröffnungsparty im Kulturbahnhof erwischte CCB beim Hinternwackeln zur Live-Combo aus Pakistan.

 

Er oder sie hat das Video bei Youtube eingestellt, wo ich es rausfischen konnte – Leugnen wäre also für die doggymenta-Chefin zwecklos. Der grellgelbe Wischmob, der ab ca. 0:33 das Bild zukleistert, ist das korkenzieher-gelockte Vogelnest, das CCB krönt. Und das tumbe Gehopse und In-die-Hände-Patschen, das diese Gestalt praktiziert, ist das, was CCB unter Tanzen versteht.

 

CCB droht Salafisten-Fatwa

 

Ihr seht: Während wir uns bei „The Feminists“ wie Bolle amüsiert und den Arsch abgetanzt haben, demonstriert CCB nur, wie hüftsteif sie beim ewigen Gassi-Gehen mit Darcy geworden ist. Es wird Zeit, dass ihr jemand Lambada beibringt, bevor sie nur noch im Elektro-Rolli auftreten kann…

 

Wollen wir hoffen, dass unsere salafistischen Freunde das nicht als Aufforderung verstehen, eine Fatwa zu erlassen und auf CCB-Kopfjagd zu gehen. Weil sie ihre Tanzeinlage als Gotteslästerung auffassen: Die Pakis machen natürlich keine „Weltmusik“ (was immer das sein soll), wie der/die Youtube-Filmer fälschlich behauptet, sondern Qawwali – und diese vokallastige Kunstmusik wird stets zum höheren Lob und Preis von Allah vorgetragen! Inschallah!

 

Genug palavert – habt Spaß mit dem CCB-Video vom Gleis 1!

 

Veröffentlicht am: 11.06.2012

 

Es war eine schwere Geburt – ähnlich schwierig, wie Ananas in Alaska züchten zu wollen. Wer in den letzten Tagen am Laden-Lokal zwischen Galerie Loyal und Lolita-Bar vorbeikam, das früher einen Döner-Imbiss beherbergte, dürfte sich gewundert haben: Handwerker im Blaumann nagelten Holz-Bohlen an die Fassade, verlegten Parkett und installierten Abluft-Schläuche. Noch 24 Stunden vor der Premiere sah es dort aus wie auf einer Groß-Baustelle.

 

Doch das Bürgerstolz-Team ist dafür bekannt, Unmögliches sofort zu erledigen – nur Wunder dauern etwas länger. Während am Freitagabend ab 21 Uhr die ersten Gäste in die Galerie Loyal strömten, wurden nebenan noch Wasserleitungen installiert und Flaschen-Regale angebracht. Gegen 23.30 Uhr war es dann soweit: Die Club-Bar „Glück verheißende Wiese“ öffnete ihre Pforten.

 

“The Feminists” singen Geburtstags-Ständchen

 

Dieses epochale Groß-Ereignis musste natürlich gebührend gefeiert werden. Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut und die legendären „The Feminists“ eingeflogen. Die sagenumwobene Combo aus Berlin-Friedrichshain darf sich mit Fug und Recht die wiedergeborenen MC5 nennen.

 

Die Feministen spielen den wüst-orgiastischsten Schweine-Rock westlich von Wladiwostok. Alles in Damen-Unterwäsche und mit Paganini-E-Geige, während Frontmann Sam Dale als Rampensau das Publikum anbalzt – dagegen war der junge Iggy Pop ein bettnässender Klemmi im Stimmbruch.

 

Massen-Orgasmus beim “Intergalactic Gangbang”

 

Es dauerte keine halbe Stunde, bis „The Feminists“ die bislang halbleere Galerie mit den üblichen Bar-Fliegen am Tresen in einen kochenden, tobenden Hexenkessel verwandelt hatten. Renommierte Wichtig-Künstler aller Kontinente, die vor der lahmen documenta-Eröffnungsparty im Kultur-Bahnhof flohen, frönten hier dem Freestyle-Pogo, als gäbe es kein Morgen…

 

Gegen drei Uhr war der Spuk vorbei. An den Turntables lenkte Julian Theis mit dem Besten aus den 70er, 80er und 90er Jahren die Tanzwut in gesittetere Bahnen. Und ab vier Uhr waren wieder die üblichen Bar-Fliegen unter sich. Falls Ihr den kollektiven Massen-Orgasmus zum Monster-Hit „Intergalactic Gangbang“ verpasst habt, müsst Ihr Euch nicht grämen…

 

Ralph war von „The Feminists“ so angetan, dass er sie sofort wieder anheuerte. Auf baldiges Wiedersehen – hier könnt Ihr euch ein achtminütiges Video-Medley ihres Konzerts mit den wildesten Szenen im Saal anschauen (entschuldigt bitte die schlechte Klang-Qualität: „The Feminists“ sind zu stark für das schwachbrüstige Mikro meiner Digicam)!

 

Veröffentlicht am 09.06.2012

 

„Wenn ich das Wort Kultur höre, entsichere ich meinen Revolver“ – so lautet ein unsterbliches Bonmot von Hermann Göring. Er musste es wissen: Der Hitler-Intimus und NS-Reichsluftfahrt-Minister raffte im Dritten Reich die größte private Kunst-Sammlung zusammen. Natürlich aus Raub-Kunst, wie es sich für einen tuntigen Ober-Nazi geziemt.

 

Beim Nachnamen Breker horchen Kunst-Freunde auf: Arno Breker war der Hof-Bildhauer des Gröfaz und seiner Getreuen. Er belieferte sie mit überlebensgroßen Helden-Büsten und –Statuen: muskelbepackte blonde Bestien, teutonisch ungeschlacht in Marmor gehauen und Bronze gegossen.

 

Start mit zwei Kunst-Anfängern

 

Der Galerie Hermann Breker NS-Nähe zu unterstellen, nur weil ihr Vor- dem von Göring und ihr Nachname dem von Arno gleicht, wäre allerdings verfehlt. Sie ist schlicht nach ihrem Galeristen benannt, der in Hamburg-Hammerbrook die Galerie Oel-Früh betreibt. Gleichzeitig mit der documenta eröffnet er in unserer nordhessischen Metropole eine Dependance in der Schillerstraße 30.

 

Zum Start zeigt die Galerie das Ausstellungs-Debüt (hier als Bewegt-Bilder) zweier junger Künstler: Felix Amerbacher und Lukas Oehmigen studieren noch an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Gemeinsam ist ihnen die blank polierte Glatze, ansonsten unterscheiden sich ihre Formensprachen radikal.

 

Panzerglas und Plastik-Maschinengewehre

 

Der 25-jährige Amerbacher arbeitet mit objets trouvés wie Panzerglas, Stelen aus Stahl und fotografierten Situationen, die er mit konzeptuellen Eingriffen einem Bedeutungswandel unterzieht. Der ein Jahr ältere Oehmigen schafft mit selbst angefertigten 3-D-Plottern Skulpturen aus künstlichen Materialien: etwa Styropor-Abgüsse von sumerischen Reliefs oder Plastik-Kopien von Maschinen-Gewehren.

 

Veröffentlicht: 09.06.2012

 
Bürgerstolz
Fr 08.06.12 -
Sa 09.06.12
08.06.2012
Fr 08.06.12 -
Sa 09.06.12h
FELIX AMERBACHER & LUKAS OEHMIGEN

Vernissage und Neueröffnung der:
Galerie Hermann Breker

Nähere Informationen zur Galerie und Ausstellungen hier:
www.hermannbreker.de

Freitag, 08.06.2012 / 18.00 Uhr

Schillerstraße 30
34117 Kassel

Bürgerstolz
Mi 06.06.12 -
So 10.06.12
06.06.2012
Mi 06.06.12 -
So 10.06.12h
ROOFTOP TVROOFTOP TVROOFTOP TVROOFTOP TVROOFTOP TV

Während unseres BÜRGERSTOLZ FESTIVALS gibt es wieder ROOFTOP TV! Wir zeigen wie immer einer wundervolle Auswahl von Independent-Künstlern, dieses Mal kuratiert von MARTIN DEGE. Nun gehen wir in die zweite Runde mit einem erweitertem Programm – es sind wieder neue Filme dazu gekommen. Folgende Filme sind im Wechsel auf den Hauswänden zu sehen:

“Still Image” (2012)
Sara Amido, Lisabon, www.saraamido.com

“Cat love” (2009)
Kisito Assangni, London, www.kisitoassangni.com

“move_tree” (2011)
Serafina de los Bismarck, Berlin, https://www.facebook.com/profile.php?id=100001073848005

“move_venice” (2009)
Serafina de los Bismarck, Berlin, https://www.facebook.com/profile.php?id=100001073848005

“Das Haus” (2011)
David Buob, Berlin, www.dashaus-animation.de

“mirror tent” (2009)
Stefan Daub, Darmstadt, www.stefandaub.de

“un nu dans l’escalier” (2006)
Martin Dege, Kassel, www.madege.de

“Chain/Honey” (2009)
David Fagan, Dublin, www.davidfagan.eu

“La Valse” (2011)
Claudia Michaela Kochsmeier, Berlin, www.tagtraumlexikon.de

“tales from space” (2011)
Chiara Passa, Rome, www.chiarapassa.it

“Über Revolution als Frage des guten Geschmacks” (2008)
Eric Pries & Martin Dege, Kassel, ericpries.com

“Welcome-in-Taipei” (2012)
Matthias Roth, Berlin, film.rolux.de

“Oblique, horizontal, forward, descending” (2010)
Susan Schmidt, Nijmegen, www.susanschmidt.de

“Ueberschwemmung 1978″
Meszmer/Mueller, Pfyn, www.museumpfyn.ch

“GideonsManifesto” (2005 – 2007)
Dread Scott, New York, http://dreadscott.net

“Urban Landscape Piece #1 (Berlin)” (2012)
Olaf Kramzik, Berlin, www.olafkramzik.wordpress.com

“Ich war in Gold” (2008)
Pauline Payen, Berlin, https://vimeo.com/channels/paulinepayen

“Who Cares About The Real” (2008)
Pei-Shih Tu, Taipei City, www.tupeishih.tw

Und dafür die ganze Aufregung? Um diese Pappkameraden? Obwohl sie aus Holz sind: Stefan Balkenhol hat seine skandalumwitterte Ausstellung in der katholischen St.-Elisabeth-Kirche am Friedrichsplatz eröffnet – und Euer Doggymenta-Blogger kam aus dem Gähnen gar nicht mehr raus.

 

Was daran liegen mag, dass die sechs Reden zur Vernissage geschlagene drei (!)Stunden dauerten – und die Kirche gesteckt voll war: Da wurde der Sauerstoff rasch knapp (kein Problem: Wäre jemand erstickt, hätte man ihn sofort vor Ort zu Grabe tragen können).

 

Kuttenträger predigt, Bazon Brock begeistert

 

Die üblichen Bildungsbürger, Betroffenheits-Zausel und gläubigen Gemeinde-Mitglieder 80+ versicherten sich gegenseitig, wie heldenhaft sie für die Meinungs-Freiheit streiten. Inklusive Solidaritäts-Adresse von Hessens Kultusministerin Eva Kühne-Hörmann (immer auf Wähler- und Stimmenfang), ausgewachsener Predigt eines Kuttenträgers (also ein Mönch, kein Rocker) und Gerede eines Musikers, der für diesen Anlass Chor-Gesang komponiert hatte.

 

Dann das Highlight: Bazon Brock (Total-Philosoph, Kunst-Theoretiker, Erfinder des action teaching und seit neuestem Betreiber der „Denkerei“ in Berlin-Xberg) begeisterte mit einer halbstündigen tour de force von Konstantin dem Großen (das war der erste Kaiser in Ostrom, heute Istanbul) bis zur documenta selig. Conclusio: Die zensurwütige CCB hat ein Rad ab.

 

Kunst-Weltmarktführer aus Fritzlar

 

Ließ mir von Brock seine wichtigsten Thesen noch mal in Kurzform in die Digicam diktieren: Das Interview könnt Ihr Euch im Video angucken. Garniert mit den hölzernen Allerwelts-Figuren von Balkenhol, die näher zu beschreiben sich nicht lohnt.

 

Womit der Mann (übrigens gebürtiger Fritzlarer – daher kurzfristig für die Kasseler Kirche zu haben) zurzeit ordentlich Reibach macht: Jedes deutsche Gegenwartskunst-Museum möchte eine dieser nichtssagenden Schaufenster-Puppen haben. Wer genauer wissen will, warum ich davon wenig halte, lese meine ausführliche Besprechung bei Kunst+Film nach…

 

Veröffentlicht am: 05.06.2012

 

Amtliches Aufwärm-Training im ARM! Das doggymenta-Team von Carolyne Christov-Bakargiev (CCB) leidet offenbar noch unter Kältestarre, in die CCB der Anblick von Stefan Balkenhols hölzernem Hampelmann auf der Elisabeth-Kirche versetzt hat. Zumindest passiert nix auf der offiziellen Website: In fünf Tagen beginnt das Spektakel, in einer Woche soll ein viertägiger Künstlerkongress starten, und noch immer heißt es: „Weitere Details werden bekannt gegeben.“ Vermutlich erfahren die Künstler erst zum Kongress-Auftakt, dass sie dort auftreten sollen.

 

Künstlerisch wertvolles Rooftop-TV

 

Da sind wir stolzen Bürger beim gleichnamigen Festival schon weiter: Am Wochenende zappelten bei frischen Außen-Temperaturen mehr als 2000 Kasseler und sonstiges Kroppzeug auf fünf Floors durch die Nacht; derweil strahlte „Rooftop TV“ künstlerisch wertvolle Video-Clips auf der Brandmauer in die Nacht.

 

Erste Zuckungen bescherte uns am Freitag in der Lolita-Bar die E-Oma: Mit Marx-T-Shirt, Goldlamé-Blouson, Rockröhren-Shouting und fiesen Sounds vom Theremin (das erste Synthie-Fiep-Gerät aus den 1920ern) wirkte er wie der ehrenamtliche Einpeitscher aus dem Elektro-Altersheim. Den noch nicht Frühverrenteten bescherten anschließend u.a. Basti Fabel und Adam Port mit fetten Techno-Beats im ARM den Tinnitus zum Sonderpreis.

 

ARM-Allstars kochen Weicheier gar

 

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht: Am Samstag ging’s weiter im Raum 4 mit brachialer Dubstep-Dröhnung von Demais und Laser Broshuda sowie Drum’n’Bass-Gewitter von Toppa in der Galerie Loyal. Kälteempfindliche Weicheier wurden gleichzeitig im ARM von unseren resident Allstars auf kleiner Flamme gar gekocht.

 

Damit ist die Frühjahrs-Müdigkeit wohl endlich aus den Gliedern geschüttelt – und wir sind fit genug, um CCBs Hundeführer-Erdbeer-Power-Team ab nächstem Wochenende kräftig zu piesacken!

 

Veröffentlicht am: 03.06.2012

 

Hier seht Ihr ein paar Bewegt-Bilder von Rooftop TV und den DJ-Sets am Freitag – E-Oma, Sweatshop (Basti Fabel) und Adam Port:

 
Bürgerstolz
Sa 02.06.12 -
So 03.06.12
02.06.2012
Sa 02.06.12 -
So 03.06.12h
BÜRGERSTOLZ WARM UPBÜRGERSTOLZ WARM UP
DANNY & JANATIC
REWIND THE PARTY
EMPIRE SOUNDSYSTEM
REAKTOR PARTY
MR. PHONK PHOGELFUTTER & ZWO FUFFI
CUZZLE HYOPAIZ
DEMAIS, LASER, BROSHUDA, BIRDY EARNS
SECRET HANGOUT, HOLLERBACK RECORDS
ELEKTROLITA
JULIAN THEIS, BASTI FABEL, STEFFEN BARTHEL

Jawoll, Freunde! Nach 5 Jahren im kulturellen Halbkoma freut sich Kassel dieses Jahr, endlich wieder Austragungsort einer ausgeprochen fetzigen Kunstschau zu sein. Die Rede ist selbstverständlich von der Neuauflage unseres berüchtigten BÜRGERSTOLZ FESTIVALS. An 107 Tagen, also schon mal an ganzen 7 Tagen mehr als bei der gut geföhnten, etwas tantigen Konkurrenz in der Nähe der Fußgängerzone, werden wir Euch Hand in Hand mit der Hamburger Galerie Oel-Früh feinste junge Kunst in rund 15 verschiedenen Schauen durch die zwischenzeitlich halb vertrockneten Rezeptoren jagen. Dabei geht es natürlich durchgängig schwer rund in allen Ecken unseres Kulturvergnügungsparks in der Werner-Hilpert-Straße, vor allem aber auch in unserer Dependance, dem LOYAL ARTS CLUB in fußfreundlicher Entfernung in der Schillerstraße sowie der direkt nebenan liegenden temporären LOYAL ARZT BAR, einer begehbaren und auf Festivallänge mitwachsenden Skulptur des Hamburger Künstlers Herrmann Rekerb. Zum Aufwärmen brennen wir jetzt jedenfalls schon mal zwei Tage am Stück ein Feuerwerk der guten Laune ab und erklären mit diesem lautstarken Rambazamba den feuchtfröhliche Diskurs für eröffnet! Für das präzise Progamm bemüht doch bitte einfach die analoge und digitale Bürgerstolz-Propaganda! – Kunst, Mahlzeit!

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Zum Ritual jeder documenta gehört, dass der „künstlerische Leiter“ sich bis kurz vor Beginn nicht in die Karten gucken lässt – um dann mit Aplomb sein Blatt aufzudecken: Alles wird diesmal ganz anders! Für Carolyne Christov-Bakargiev (CCB) ist das nicht einfach: Spektakel hatten wir schon (Jan Hoet, doc 9), Gender-Theorie auch (Catherine David, doc 10), Dritte Welt (Okwui Enwezor, doc 11) ebenso wie Globalisierung der Kunstformen (Roger M. Buergel, doc 12). Da bleibt für Hunde-Freundin CCB nur die Wunderwelt der Tiere und Pflanzen übrig.

 

Die baggert CCB jetzt schwungvoll an und auf. Im Hochglanz-Journal „Andy Warhol’s Interview“, bislang nicht als Kunst-Organ aufgefallen, erklärt sie in Ausgabe Mai/2012 zwischen Mode- und Parfüm-Reklame, ihre documenta sei „eine Ausstellung für menschliche und nicht menschliche Tiere. Wir sind auch Tiere! Sie richtet sich auch noch an andere Teilnehmer, an Pflanzen oder an Felsen.“

 

Erdbeeren an die Macht

 

In der SZ von gestern legt CCB nach: „Die Frage“ sei, „wie eine Erdbeere ihre politische Intention vorbringen kann. Ich will Tiere und Pflanzen nicht schützen, sondern emanzipieren.“ Erdbeeren an die Macht – auch wenn ihr Wauwau die verschmäht und Vegetariern überlässt. Sein Frauchen ficht das nicht an, denn jedem Tierchen sein Pläsierchen: „Die kulturelle Produktion der Tomatenpflanze ist die Tomate.“

 

Und die kulturelle Produktion von Darcy – so heißt ihr wuscheliger Liebling – ist folglich, was hinten rauskommt. Damit kann man schön abstrakte Grafiken hinschmieren, wie jeder Bürgersteig beweist. Zuviel Beschäftigung mit solcher kultureller Produktion dürfte CCB aber nicht nur übel in die Nase stechen, sondern auch auf sie abgefärbt haben.

 

Veröffentlicht am: 01.06.2012

Kot-Erdbeere oder Köterbeere - in jedem Fall: Die Königin der Erdbeere

Koterdbeere oder Köterbeere - in jedem Fall: Die Königin der Erdbeere

 
Bürgerstolz
Fr 01.06.12 -
So 03.06.12
01.06.2012
Fr 01.06.12 -
So 03.06.12h
ROOFTOP TVROOFTOP TVROOFTOP TVROOFTOP TVROOFTOP TVROOFTOP TV

Während unseres BÜRGERSTOLZ FESTIVALS gibt es wieder ROOFTOP TV! Wir zeigen wie immer einer wundervolle Auswahl von Independent-Künstlern, dieses Mal kuratiert von MARTIN DEGE. Zum Auftakt in der ersten Runde beim WARM UP WEEKEND gibt es folgende Filme im Wechsel auf den Hauswänden zu sehen:

001 “Still Image” (2012)
Sara Amido, www.saraamido.com
ryantrecartin@saraamido.com

002 “Cat love” (2009)
Kisito Assangni, London, www.kisitoassangni.com
assangni@gmail.com

003 “move_tree” (2011)
Serafina de los Bismarck, Berlin
serafina.delosbismarck@googlemail.com

004 “move_venice” (2009)
Serafina de los Bismarck, Berlin
serafina.delosbismarck@googlemail.com

005 “Das Haus” ( 2011)
David Buob, Berlin, www.dashaus-animation.de
david@davidbuob.de

006 “mirror tent” (2009)
Stefan Daub, Darmstadt, www.stefandaub.de
stef@ndaub.de

007 “un nu dans l’escalier” (2006)
Martin Dege, Kassel, www.madege.de
m.dege@gmx.net

008 “Chain/Honey” (2009)
David Fagan, Dublin, www.davidfagan.eu
iamdavidfagan@googlemail.com

009 “La Valse” (2011)
Claudia Michaela Kochsmeier, Berlin, www.tagtraumlexikon.de, cmkochsmeier@web.de

010 “tales from space” (2011)
Chiara Passa, Rome, www.chiarapassa.it
chiarapassa@gmail.com

011 “Über Revolution als Frage des guten Geschmacks” (2008)
Eric Pries & Martin Dege, Kassel, ericpries.com
cire.p@gmx.de

012 “Welcome-in-Taipei” (2012)
Matthias Roth, Berlin, film.rolux.de
film@rolux.de

013 “Oblique, horizontal, forward, descending” (2010)
Susan Schmidt, Nijmegen, www.susanschmidt.de
susan.Schmidt@web.de

Bürgerstolz
Fr 01.06.12 -
Sa 02.06.12
01.06.2012
Fr 01.06.12 -
Sa 02.06.12h
BÜRGERSTOLZ WARM UPBÜRGERSTOLZ WARM UPBÜRGERSTOLZ WARM UP
ADAM PORT
KEINE MUSIK, BERLIN
NORMAN
SNORK
BASTI FABEL
BESPMUSIC
TORSTEN BLACHA
DER SCHMEISSER
FREUNDCHEN
LIVE: DIGITS
LONDON
LIVE: E-OMA
KASSEL
MANDY & FLO
POP BOUTIQUE, LOLITA BAR
TRASHALICIOUS FLOOR
RWND-CREW

Jawoll, Freunde!
Nach 5 Jahren im kulturellen Halbkoma freut sich Kassel dieses Jahr, endlich wieder Austragungsort einer ausgeprochen fetzigen Kunstschau zu sein. Die Rede ist selbstverständlich von der Neuauflage unseres berüchtigten BÜRGERSTOLZ FESTIVALS. An 107 Tagen, also schon mal an ganzen 7 Tagen mehr als bei der gut geföhnten, etwas tantigen Konkurrenz in der Nähe der Fußgängerzone, werden wir Euch Hand in Hand mit der Hamburger Galerie Oel-Früh feinste junge Kunst in rund 15 verschiedenen Schauen durch die zwischenzeitlich halb vertrockneten Rezeptoren jagen. Dabei geht es natürlich durchgängig schwer rund in allen Ecken unseres Kulturvergnügungsparks in der Werner-Hilpert-Straße, vor allem aber auch in unserer Dependance, dem LOYAL ARTS CLUB in fußfreundlicher Entfernung in der Schillerstraße sowie der direkt nebenan liegenden temporären LOYAL ARZT BAR, einer begehbaren und auf Festivallänge mitwachsenden Skulptur des Hamburger Künstlers Hermann Rekerb. Zum Aufwärmen brennen wir jetzt jedenfalls schon mal zwei Tage am Stück ein Feuerwerk der guten Laune ab und erklären mit diesem lautstarken Rambazamba den feuchtfröhliche Diskurs für eröffnet! Für das präzise Progamm bemüht doch bitte einfach die analoge und digitale Bürgerstolz-Propaganda! – Kunst, Mahlzeit!

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ARM
Fr 11.05.12 -
Sa 12.05.12
11.05.2012
Fr 11.05.12 -
Sa 12.05.12h
SAMMLUNG OEL-FRÜH @ LOYAL ARTSSAMMLUNG OEL-FRÜH @ LOYAL ARTSSAMMLUNG OEL-FRÜH @ LOYAL ARTS
VERNISSAGE IM LOYAL ARTS CLUB

LOYAL ARTS CLUB – SCHILLERSTR. 30 – KASSEL
Die Galerie Oel-Früh hat ihre Räume im November 2005 direkt an den Elbbrücken in Hamburg bezogen. Das sind nunmehr fast 7 Jahre Spielzeit, rund 80 Ausstellungen und über 130 präsentierte KünstlerInnen aus dem In- und Ausland. Gezeigt werden und wurden oftmals Positionen junger KünstlerInnen, die kontrovers und Diskurs orientiert arbeiten.

Oel-Früh hat sich über die Jahre eine beachtliche Sammlung von Kunstwerken aufgebaut, mit Arbeiten von Künstlern, die zum Teil exklusiv in der Galerie gezeigt wurden. Für die Ausstellung in Kassel zeigen wir einen Ausschnitt der Sammlung, der die Schwerpunkte der Galerie widerspiegelt: Oel-Früh steht für junge zeitgenössische Kunst, interdisziplinäre Positionen und verfolgt ein dynamisches Ausstellungskonzept. Gesellschaftspolitische Dimensionen innerhalb der Kunst finden ebenso ihren Platz wie öffentlichkeitsrelevante Schnittstellen – beispielsweise in Interventionen im öffentlichen Raum.

Martin Bronsema | Michael Conrads | Benedikt Ender | Patrick Farzar | Katrin Fridriks | Max Friesinger u. Daniel Hauptmann | Simon Hehemann | Christian Henkel | Julius Hofmann | Mark Matthes | Hikaru Miyakawa | Sandra Poppe | Till Pulpanek | Patrick Rieve | Hans-Christian Saylors | Marco P. Schäfer | Malte Struck | Ronny Szillo | Marcel Tasler | Malte Urbschat | Mark Wehrmann | Sebastian Zarius

www.oelfrueh.org

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